Connor möchte laufen wie sein Bruder
Die Diagnose war niederschmetternd: Connor, so die Ärzte, würde nie richtig laufen können, ein Leben im Rollstuhl sei vorprogrammiert. Der Grund für die düstere Prognose: Connor hat Zerebralparese, eine unheilbare frühkindliche Schädigung des Gehirns. Das hindert den Jungen aber nicht, große Wünsche zu haben: „Ich möchte so laufen können wie mein Zwillingsbruder Collin!“ Der ist gesund – und kann laufen.
Treppen steigen? Heute kein Problem
Connor hat es entgegen sämtlichen pessimistischen Ärzteprognosen geschafft: Heute kann der Neunjährige allein zuhause die steile Treppe herauf- und herunterkraxeln. Mit Hilfe von zwei Armstützen kann er sogar selbstständig gehen. In seiner Förderschule ist er bei seinen Lehrerinnen und Mitschülern gleichermaßen beliebt. Connor macht gern Quatsch und kommt gerne zur Schule. Nach mehreren Therapien steigern sich seine körperlichen Leistungen und auch seine geistigen Fähigkeiten von Tag zu Tag.
Zur Adeli-Therapie in die Slowakei
Die richtige Therapie zu finden, genau das war der Knackpunkt: In Deutschland gab es, laut Connors Vater Patrick, 2021 gar keine Therapie, die für Kinder wie Connor gepasst hätte – geschweige denn von der Krankenkasse gezahlt worden wäre. Deshalb wandten sich die verzweifelten Eltern an uns, an Aktion Kindertraum. Selbstverständlich wollten wir Connor helfen, eigenständig laufen zu lernen und finanzierten eine Therapie in der Slowakei. Zwei Wochen dauerte die spezielle Intensivrehabilitation im ADELI Medical Center. Kostenpunkt: rund 5.000 Euro. Zu viel Geld für viele Familien mit Kindern, die ohnehin hohe Ausgaben haben, weil ein Kind ähnlich wie Connor dauerhaft krank ist.
Täglich harte Arbeit für den kleinen Jungen
Connors Vater Patrick, der mit zu der Therapie in der Slowakei fuhr, erinnert sich: „Es war schon sehr hart für meinen kleinen Sohn.“ Der damals Vierjährige startete montags bis samstags um 7.40 Uhr mit seinen Therapien. „Er war sehr tapfer. Insbesondere bei der 120-minütigen Intensivtherapie mit einem dreiköpfigen Therapeutenteam, bei der Connors Gelenke ‚zentriert‘ und gedehnt wurden“, so der Vater. Nach der Intensivtherapie 2021 schrieb er Vater in einem Dankes-Brief an Aktion Kindertraum: „Connor wird irgendwann laufen können. Das steht fest …“