Maja braucht besondere Aufmerksamkeit
„Direkt nach der Geburt haben wir noch nicht gemerkt, dass wir auf Maja ganz besonders achten müssen“, sagt die Mutter über ihre Tochter, die heute 15 Jahre alt ist. Ganz zu Anfang haben sich die beiden Gendefekte von Maja noch nicht bemerkbar gemacht. Aber nach einigen Impfungen bekam das sechsmonatige Mädchen Krampfanfälle. Die Behandlung mit Kortison und einem Anti-Epileptikum war vielversprechend: Drei Jahre war Maja nahezu ohne Anfälle, doch dann setzten sie wieder ein – bis zu 40-mal pro Monat. Jedes Mal eine unglaubliche körperliche Anstrengung für das Kind und eine enorme Belastung für die Eltern. Entspannung finden alle drei bei gemeinsamen Radtouren. Weil Maja nicht selbst Rad fahren kann und einen Rollstuhl braucht, lässt sich das Mädchen von ihren Eltern in einem speziellen Fahrradanhänger ziehen. Dieses familienfreundliche Gefährt – Majas großer Wunsch – hat Aktion Kindertraum vor vier Jahren durch Spenden finanzieren können.
Gemeinsam mit dem Rad unterwegs noch heute
Seitdem genießt Maja es, sich bei gemeinsamen Ausflügen den Wind um die Nase wehen zu lassen. Und auf ihre ganz eigene Art und Weise lässt Maja ihre Eltern wissen: Das macht Spaß! Für Aktion Kindertraum ist bei der Erfüllung eines Wunsches wichtig, dass er möglichst lange nachwirkt. Hier ist dies vollkommen gelungen: Die Konstruktion und Produktion des Rollstuhlanhängers sind grundsolide und langlebig. Ebenso wie die Vorteile, die Maja und ihre Eltern davon haben.
„Ihre Hingabe ist beeindruckend“
Vor einer Weile besuchte Ute Friese, Gründerin und Geschäftsführerin von Aktion Kindertraum, Maja und ihre Eltern. Dabei konnte sie sich ein Bild von der nachhaltigen Wirkung machen. Bei Kaffee und Kuchen in der Küche kam auch vier Jahre nach der Wunscherfüllung noch viel Dankbarkeit zum Ausdruck. Das bestätigte Ute Friese einmal mehr, wie gut es gewesen ist, diese Familie zu unterstützen. Denn Rückhalt zu geben, das bedeutet auch, die Ausdauer, Geduld und Liebe der Eltern zu stärken: „Es ist großartig, wie fürsorglich und hingebungsvoll sie sich um Maja kümmern.“
Auffallen – ein positiver Nebeneffekt
„Wir fallen damit oft sehr positiv auf, viele Menschen sind ganz begeistert von der Konstruktion“, berichtet der Vater, wenn sie mit Maja unterwegs sind. Sieht aber auch klasse aus der Rollstuhlanhänger mit der großen Windschutzscheibe. Dieses „gesehen werden“ hat einen positiven Nebeneffekt: Mit einem Rollstuhl unterwegs zu sein, zu zeigen, was damit möglich ist, aber auch wo es mit der gleichberechtigten Mobilität nicht klappt, das sieht man auf unseren Straßen noch zu selten. Das Rollstuhlgefährt macht auch darauf aufmerksam.